Vegan trotz Reizdarm – geht das denn?

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Schon Hippokrates sah den Schlüssel der Gesundheit im Darm. 

In den letzten Jahren wurden viele neue Erkenntnisse über das menschliche Darmmikrobiom gewonnen und dass eine Vielfalt an Pflanzen in der Ernährung ein funktionelles  Darmmikrobiom sogar erst ermöglichen. 

Um das Mikrobiom günstig zu beeinflussen, sollten täglich unterschiedliche Gemüsesorten gegessen werden. Das ist auch für Reizdarmpatienten gut möglich. Bei Nüssen braucht es ein paar Tricks, wie der Reizdarm auch diese problemlos verträgt und eine langsame Steigerung ist ratsam. Hülsenfrüchte sollten bei Reizdarmpatienten auch vorsichtig gesteigert werden – und der Zusatz von Algen oder Backpulver beim Kochen kann helfen die Verdaulichkeit zu verbessern. 

Aber Achtung, man kann sich auch vegan ungesund ernähren. Es gibt immer mehr vegane Produkte auf den Markt und der Unterschied zu nicht veganen Fertigprodukten ist lediglich, dass kein Tier dafür das Leben lassen musste.  Wussten Sie, dass es hierfür sogar den Fachbegriff: Puddingveganer gibt? 

Darum liebe Reizdarmpatienten – Augen auf: auch vegane Produkte checken auf Zusatzstoffe, Fettgehalt etc;  

Bei veganer Ernährung machen insbesonders Proteinshakes und Nahrungsergänzungsmittel es dem Reizdarmpatienten schwer, sowie Zusätze wie Polysorbat, Carboxymethylcellulose und andere Chemikalien, die Lebensmitteln zugesetzt wurden.  Wer die vegane Ernährung so natürlich wie möglich versuchen gestaltet, hat auch als Reizdarmpatient die Chance auf eine gesunde Vielfalt.

Allerdings: Vitamin D und B12 müssen leider supplementiert werden, ansonsten bekommt der Körper bei einem abwechslungsreichen Speiseplan, alles was er braucht. Allerdings sollten diese Supplemente nicht in Kapselform verabreicht werden

Wenn der Speiseplan abwechslungsreich gestaltet wird, bekommt der Körper genug Eiweiß, Ballaststoffe, Phytonährstoffe, Antioxidantien, Kalzium, Magnesium, Kalium und vielen andere Vitalstoffe. 

Da die Omega-3-Öle in der Nahrung dazu beitragen, Entzündungen des Darms zu reduzieren ist eine Hand voll  Walnüsse, die zuvor erhitzt wurden oder einen Esslöffel Lein- oder Chiasamen als Ergänzung hilfreich. Auch DHA-reiches Mikroalgenöl könnte die hilfreichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren liefern.

Ja, vegan ist möglich – mit dem richtigen Know-How auch mit einem Reizdarm!

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