Histaminunverträglichkeit neu aufgerollt!

Ziel einer jeden Therapie im Bereich der Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist es, nicht nur die Symptomatik, sondern auch die Einschränkungen auf die Lebensqualität rasch wieder zu verbessern. Es zeigt sich aber immer mehr, dass Pauschaldiätenaus dem Internet oder aus populärwissenschaftlichen Histamin-Ratgebern wenig geeignet, um dieses Therapieziel tatsächlich zu erreichen, auch dann nicht, wenn eine anfängliche Besserung der Symptomatik auftritt.

Denn diese Art von Diäten dienen oft nur als Diagnostikdiät und jede Umstellung der Ernährung bringt Veränderungen mit sich. Die Histamingehalte schwanken auch in den Nahrungsmitteln extrem und die Unverträglichkeit liegt meist nicht nur am Nahrungsmittel, sondern auch an
# Mahlzeitenabständen,
# Verdauung,
# körperliche Aktivität,
# Beisein von Alkohol als sog. Trigger oder
# Stress u. v. m.;

Wichtigste Maßnahme ist eine gemüsebetonte, stärke- und zuckerreduzierte Ernährung für einige Wochen. Hauptaugenmerk liegt dann in der Toleranzsteigerung und einer Berücksichtigung von vielen hormonellen Details, sowie der Darmgesundheit.
Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse fließen in das Nahrungsmittelintoleranz-Angebot in der Diätpraxis und ist ab nun erhältlich!

Histaminunverträglichkeit – von wegen Modeerscheinung!

Ein Gastroenterologe, wie z. B. Dr. Scharf wird auch andere Erkrankungen ausschließen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können, wie z.B. die Laktoseintoleranz, die Fruktosemalabsorption, die Zöliakie, das Reizdarmsyndrom oder auch verschiedene Nahrungsmittelallergien.

Eine relativ rasche Symptombesserung wird mit einer histaminfreien bzw. histaminarmen Diät erzielt, die zirka 4 Wochen dauert. Der Histamingehalt im Blut wird durch die Diät deutlich sinken, das zeigt dann auch ein Test an.

Abgesehen von der Vermeidung histaminreicher Lebensmittel können Antihistaminika-Tabletten gegen die Beschwerden helfen. Antihistaminika blockieren eine Zeit lang die Histaminwirkung, indem spezielle Wirkstoffe das Histamin austricksen, außerdem kann der Histamminabbau unterstützt werden mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln, die das Darmenzym DAO ergänzen.

Zunächst Histaminkarenz
Bei der Histaminintoleranz gilt es, histaminhältige Lebensmittel, Histaminlibratoren und ähnliche Substanzen, die Beschwerden verursachen, fürs Erste einige Zeit konsequent zu meiden. Dafür ist es wichtig, die vierwöchige Diät ohne Histamin strikt einzuhalten. Auch wenn das in dieser Zeit sehr schwierig ist, der Aufwand lohnt sich! Dem Körper wird damit auch eine Erholungsphase gegönnt! Ich unterstütze Histaminintolerante gerne auch in der Karenzphase schon. Danach ist es wichtig einen individuellen Ernährungsplan zu erstellen, um Mangelernährung zu vermeiden. Das ist mein Job!