Kein Lebkuchen ohne Isoglukose!

Am 1. Oktober 2017 endete in der EU die Quotenregelung für Isoglukose. Zur Süßung von Lebensmittel kommen ganz unterschiedliche Zucker zum Einsatz. Viele können mit dem Begriff Isoglukose noch nichts anfangen, aber vielleicht sagt Ihnen der Begriffe: Fruktose-Glukose-Sirup etwas?
In der USA ist der Fruktosesirup mengenmäßig bereits das bedeutenste Süßungsmittel und wird als high fructose corn syrup kurz HFCS vermarktet. Seit dem Jahr 1968 war der Zuckermarkt in Europa geregelt und der Fruktosesirup auf maximal 5 % des Zuckermarktes beschränkt. Diese Regleung gilt seit Oktober 2017 nicht mehr. Die Regelung galt zum Schutz der Zuckerrübenbauern, da die Konkurrenz durch aus Maisabfällen gewonnener Isoglukose die Existenz der Zuckerrübenbauern bedroht. Glukosesirup wird in vielen Lebensmitteln eingesetzt.
Dieser aus Maisabfällen herzustellende Fruktosesirup, ist nicht nur billig herzustellen, er süßt auch noch fast um das 10fache. Argumente sind oft, dass man so weniger Zucker einsetzen muss und wird auch noch als durch niedrigeren Zuckergehalt als gesund angepriesen, eigentlich toll, wenn man den Recyclinggedanken auch noch miteinbringt. Aber das Gegenteil ist leider der Fall!
Isoglukose ist die europäische Bezeichnung für den amerikanischen Fruktose–Maissirup (HFCS).
Isoglukose wird also aus Maisabfällen (statt aus Zuckerrüben) hergestellt und sie besitzt einen deutlich höheren Anteil an Fruktose und diese ist durchaus kritisch zu betrachten.
• Fruktose unterscheidet sich in ihrem Stoffwechsel von anderen Zuckern. Fruktose besitzt – anders als andere Zucker – eine besondere Relevanz für die Entstehung von Fettleber, metabolischen Syndrom, es wirkt auf die Damrflora und fördert Adipositas, also Übergewicht.

• Die WHO zeigte sich schon 2015 in einer Stellungnahme äußerst besorgt über die in Europa drohende Adipositas-Krise, die nur noch abgewendet werden könne, wenn möglichst schnell gegengesteuert werde. Sie können selbst gegensteuern.
Achten Sie auf Isoglukose, nicht nur beim Lebkuchen!

Immer mehr Menschen leiden an Fruktoseunverträglichkeit

Zuckerl „mit Fruchtsaft und Traubenzucker“, Lebensmittel „mit 40 Prozent weniger Zucker“, Baby-Grießbrei „ohne Kristallzucker“ – mit diesen Werbeaussagen kaschieren Lebensmittelhersteller Fruchtzuckerzusätze. Clever, denn im allgemeinen verstehen Konsumenten unter Zucker den Haushalts- oder Kristallzucker und der wird in Verbindung gebracht mit Karies und Gewichtsproblemen. Hingegen eine kleine Menge Fruchtzucker klingt nach gesunder Süße, oder?

Die teuflische Wahrheit: Fruchtzucker liefert genauso vier Kilokalorien pro Gramm und hat kaum Nährstoffe, verursacht Karies und um dem eins draufzusetzen auch noch einige andere Probleme im menschlichen Organismus, z. B. Bluthochdruck.

Und dennoch findet sich der Fruchtzucker in zunehmend mehr verarbeiteten Lebensmitteln wie Backwaren, Getränken und Süßigkeiten. Er wird meist aus Weizen- und Maisstärke gewonnen, ist billig und süßt noch etwas stärker als Haushaltszucker. Auch manches Obst wie Äpfel und Trauben enthält von Natur aus viel Fruchtzucker. Doch immer mehr Menschen bereitet er Verdauungsprobleme und Bauchschmerzen. Das Leiden heißt Fruktoseintoleranz oder genauer: Fruktosemalabsorption. Viele Betroffene bekommen es, wenn sie pro Mahlzeit zu viel Fruktose auf einmal aufnehmen. Bei ihnen ist das Transportsystem im Dünndarm defekt oder überlastet, das die Fruktose durch die Dünndarmwand ins Blut bringt. Stattdessen gelangt der Fruchtzucker weiter in den Dickdarm und wird dort von Bakterien, die sich gierig darauf stürzen, zersetzt.
Als Dankeschön hinterlassen die Bakterien Gase! Der Betroffene muss mehrfach aufstoßen, kämpft mit Flatulenzen oder hat Durchfall.

Wird zugleich Glukose aufgenommen, etwa durch Speisen mit Haushaltszucker, tut sich das Transportsystem leichter. Deshalb bereitet Betroffenen der normale Zucker oder Haushaltszucker meist keine Probleme.

Aber zu viel Fruktose kommt schnell zusammen. In vielen Fertigprodukten ist neuerdings Fruktosesirup und Fruktose-Glukose-Sirup auf Getreidebasis ein beliebter Zuckerersatz. In Tiefkühlprodukten bilden Sirupe einen Film, der Sauerstoff abwehrt. Sie süßen stärker als Haushaltszucker, also man verbraucht weniger, ist günstig in der Produktion und der Konsument denkt „Super, da ist nicht viel Zucker enthalten“ – und in Wirklichkeit ist diese Zuckerart alles andere als eine Wohltat für den Körper. Natürliche Alternativen wie Apfel-, Birnen- und Traubensaftkonzentrat sind genauso problematisch, denn darin ist überwiegend Fruchtzucker enthalten.
Sie merken schon, wie komplex das Zuckerthema geworden ist.

Conclusio: Etwas „normaler“ Zucker schadet nicht. Wer ihn sparsam wie ein Gewürz dosiert, kann ohne Reue auch mal ein Stück Süßes genießen. Achten Sie aber stets auf Zutatenlisten!

Fruchtzucker in Lebensmitteln?

Gerne verwendet man den Slogan: Die Dosis macht das Gift. Die Menge an Kohlenhydraten ist entscheidend, darauf zielen auch die Studienergebnisse des amerikanischen „Institute of Medicine der National Academies“ und dieses geht von einem notwendigen Tagesbedarf von ca. 130 Gramm Kohlenhydraten aus – die Österreichische Gesellschaft für Ernährung regelt die Empfehlungen mittels Ernährungspyramide und gibt folgende Empfehlung heraus: So heißt es, dass 50 % der täglichen Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten zugeführt werden sollten. „Diese Menge soll aber hauptsächlich aus langkettigen Kohlenhydraten bestehen, also vor allem Stärke, die sich hauptsächlich in Getreideprodukten und Kartoffeln findet. Nach Empfehlung der WHO dürfen maximal 10 % des Gesamtenergiebedarfs Saccharose, zugesetzte Zuckerarten oder Honig ausmachen. Das entspricht ungefähr einer Menge von 50 g/d in Form von zugesetzten Zuckerarten und Süßmitteln.“

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Das Alarmierende ist, dass die benötigte Menge an Kohlenhydraten von den meisten Konsumenten um mindestens 50 Prozent überschritten wird und der Anteil von Zucker daran nochmals viel zu hoch ist.

Darüber hinaus nimmt der Anteil an Fruchtzucker in unserer Ernährung zu.

Im Gegensatz zum Traubenzucker, der für die Energiegewinnung in den Zellen benötigt wird, ist der Körper auf die Zufuhr von Fruktose nicht angewiesen. Die Aufnahme vom Dünndarm ins Blut dauert sehr lang. Der Abbau normaler Fruktosemengen, wie sie in Obst und Gemüse enthalten sind, bereitet dem Körper keine Probleme. Steigt der Fruktoseverzehr durch Zusatz in Produkten, drohen gesundheitliche Risiken wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber und sogar Leberkrebs.
Sehr bedenklich ist auch, dass Fruktose kein Sättigungsgefühl im Körper auslöst. Beim Verzehr von Fruktose wird die Signalübertragung, die das Sättigungsgefühl auslösen sollte, jedoch unterbunden – das Sättigungsgefühl bleibt aus.
Seit 1. Oktober gilt die EU-Zuckermarktverordnung nicht mehr – die Folge ist ein Fruktoseanstieg in den Produkten!!!

Mit dem Auslaufen der EU-Zuckermarktordnung kann nun auch industriell hergestellte Fruktose in Form eines hochkonzentrierten Fruktose-Glukose-Sirups ab dem 1. Oktober 2017 eingesetzt werden. Vielleicht ist Ihnen die Isoglukose schon ein Begriff, das ist ein Zuckergemisch aus Weizenstärke und Maisstärke, welches hauptsächlich Fruktose enthält.
Im Vergleich zum herkömmlichen Haushaltszucker ist Isoglukose viel günstiger herzustellen. Dazu kommt, dass es auch mehr süßt und viele denken, das ist toll, denn um den gleichen Süßgeschmack zu erzielen muss man weniger nehmen – also man isst so weniger Zucker und die Forderung von sämtlichen Gesundheitsorganisationen scheint erfüllt. Fruchtzucker klingt aber nur harmlos, entpuppt sich im Körper aber als ein richtiger Bösewicht!

Fruktosezusatz

In folgenden Produkten wurde ich beim letzten Supermarktbesuch fündig:
Getränke: Ovomaltine, Römerquele Emotion, Yo Fruchtsirup, Mautner Markhof Fruchtsirup, Clever Hollunderblütensirup,
Frühstückszerialien: Fitness Vollkornflakes, Cini Mini und Cini Mini Crunchy, Shreddies, Clusters Mandel,
Soßen: Kühne Cocktai Sauce, Felix Süß Saure Soße,
Süßes: Eskimo Iglo Cremissimo Eis, Leibnitz Butterkekse, Oreo, Manner Lebkuchen Brezel, Dragee Kekse, Bahlsen Nussdessert, Striezel: Butterzopf, Ölz Nuss-Schnecke, Kuchenmeister Tortenboden, Mamorkuchen, Hanauer Mozarttorte

Finden Sie Fruchtzuckerzusätze in einem Produkt, freut es mich, wenn Sie mich das wissen lassen, um die Liste weiterzuführen. Für die Fruchtzuckerunverträglichkeit bedeutet das auch, dass diese Personen sich noch mehr einschränken oder auf diese Produkte verzichten müssen, für Gesundheitsbewusste bedeutet es, das Kleingedruckte zu studieren!

Am Beispiel eines Getränkes:
Römerquelle Emotion:Natürliches Mineralwasser, Fruchtzucker, Apfelsaft aus Apfelsaftkonzentrat (1,8%), Ribiselsaft aus Ribiselsaftkonzentrat (0,2%), Kohlensäure, Säuerungsmittel Zitronensäure, natürliches Aroma.
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Fruchtzucker – zu viel davon ist auch für Gesunde bedenklich!

baiserherzenViele Produkte strotzen nur so von Fruchtzucker. Fruchtzucker klingt gesund und wurde früher stark in Diabetikerprodukten eingesetzt. Heute verbirgt sich der Fruchtzucker in Form von Fruktosesirup aus Maisstärke, wie z. B. Brot, Süßwaren, Limonaden, Soßen, usw.; Auch Joghurt, Eis, Konserven und Ketchup enthalten häufig künstlich zugesetzten Fruchtzucker.
Der Maissirup in Lebensmitteln muss erst ab einem Gehalt von fünf Prozent Fructose als Glucose-Fructose-Sirup oder Fructose-Glucosesirup deklariert werden.
Der Anteil von Fructose und Glucose ist in Maissirup und Haushaltszucker zwar ungefähr gleich hoch. Bei Sirup kommt er jedoch in Form von Monosacchariden vor, also Einfachzuckern. Bei Haushaltszucker handelt es sich um Disaccharide. Maissirup entsteht, wenn sich Fructose und Glucose chemisch verbinden.
Der Biologe Wayne Potts sieht in der zuckrigen Ernährung und im Umstieg zu Maissirup mit hohem Fruktosegehalt die Erklärung der Zunahme an Übergewicht.
Zucker, Bonbons
Fruchtzucker oder Fruktose ist wie der Traubenzucker, die Glukose, ein Einfachzucker und kommt natürlicherweise in Obst und Gemüse vor. Unser üblicher Haushaltszucker besteht aus zu gleichen Teilen aus Fruktose- und Glukosemolekülen, die miteinander verbunden sind. Bei manchen Menschen zeigen sich im Stoffwechsel des Fruchtzuckers unangenehme Nebenwirkungen direkt nach dem Essen, wie heftige Blähungen, Bauchkrämpfe, wässriger Durchfall und ein Völlegefühl. Auch Konzentrationsstörungen und Niedergeschlagenheit bis hin zu depressiven Verstimmungen können ausgelöst werden. Plötzlich vertragen diese Personen nur mehr eine bestimmte Menge Fruktose, wird diese Schwelle überschritten, rebelliert ihr Körper.
Eine durchschnittliche Mahlzeit enthält 25-30 g Fruktose. Schon eine 50 g Fruchtzuckermahlzeit löst auch bei Gesunden Beschwerden aus.
Da die Symptome denen eines Reizdarms ähneln, kann es häufig zu Verwechslungen kommen. Bei Verdacht auf Reizdarm ist es ratsam eine etwaige Fruktoseunverträglichkeit abklären zu lassen.
Die Unverträglichkeit scheint in der heutigen Zeit viel häufiger aufzutreten als noch vor ein paar Jahren. Aber das Problem liegt auch zum Teil am Lebensmittelangebot, viele Smoothies sind wahre Fruktosebomben und es ist ein schwieriges Unterfangen generell in Halbfertig- und Fertigprodukten den Zuckerkonsum in Grenzen zu halten, ganz zu schweigen von Limonaden und Süßigkeiten.
Fruktose wird normalerweise durch die Dünndarmzellen aus der Nahrung aufgenommen und steht dann als Energiespender zur Verfügung. Dafür ist ein Transporterprotein, das bei einer Fruktoseunverträglichkeit nicht gut funktioniert.
Ein Teil der Fruktose gelangt unverdaut bis in den Dickdarm. Dort angekommen, verdauen die Darmbakterien den Fruchtzucker – als Dank hinterlassen diese größere Mengen Gase wie Methan und Wasserstoff, die den Bauch aufblähen.

Zu viel Fruchtzucker wirkt sich generell ungünstig aus: Leberverfettung, LDL-Cholesterinerhöhung, Blutzuckeranstieg durch verminderte Insulinsensitivität, vermehrte Harnsäurebildung, und besonders drastisch, zeigten Studien aus dem Jahr 2008, dass Fruktose ein vom Fettgewebe ausgeschüttetes Hormon unwirksam macht, das für die Appetitregulierung im Gehirn wichtig ist, also zu viel Fruchtzucker macht dick!
Achten Sie also bei verpackten Lebensmitteln auf Maissirup, Fruchtzucker oder Fructose – Ihrer Gesundheit zuliebe!