Intoleranzen, Enzymmangel & Secondhand-Vegetarier

Mein Sohn lernte heute in Biologie über Allergien und Intoleranzen und fasste im Heft zusammen: Allergien sind zum Unterschied zu Intoleranzen gefährlich, da das Immunsystem darauf reagiert. Soweit so gut.
Dummerweise kommt bei vielen an: Intoleranzen sind etwas für Hypochonder, Sensibelchen oder Ähnliche oder sind ja nur ein Modetrend. Witze werden gerissen, vielleicht kennen Sie den wo ein Ehepaar in einem Lokal die Kellnerin informiert, dass Sie laktoseintolerant sind und auf Nüsse allergisch reagieren. Die beiden fragen also: „Was raten Sie uns zu bestellen? Sie antwortet darauf „Ein Taxi“ oder auf gut wienerisch – und scho gemma wieder!“
Lustig? Nicht für manch Betroffenen! Bei der Laktoseintoleranz ist der Körper nicht fähig ausreichend Laktase zur Verfügung zu stellen, bei der Fruktose kann der Fruchtzucker nicht abtransportiert werden. Es handelt sich also um einen Enzymmangel – nicht lebensgefährlich aber zeitweise nicht einfach. Es wäre schön, wenn diese Fakten auch Einzug in den Köpfen von manch „Unverträglichkeits-Intoleranten einzieht. Schließlich gibt es ja auch keine Secondhand-Vegetarier – oder?

Was ist in der Diätpraxis los?

Im Herbst sind die Termine nun wieder enger gesteckt. Die Volksschule Grinzingerstraße ist wieder Fixstarter beim monatlichen Ernährungserziehungsprogramm „Schmackofit“.
In der Diätpraxis ist Schmackofit der Begleiter, wenn kleine Patienten bis 10 Jahre begleitet mit dem Kinderarzt und meiner diätologischen Unterstützung abnehmen und damit das zum Kinderspiel wird – greife ich zu den unterschiedlichsten Mitteln:
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Zu 80 Prozent aber geht es in der Diätpraxis um Nahrungsmittelallergien, Verstopfung, Magenbeschwerden, Reizdarmsyndrom oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Warum dieser starke Fokus?
Unwohlsein, Bauchschmerzen und Magen-Darmbeschwerden, die unterschiedlicher nicht sein können, sind meine Herausforderung, denn nicht nur ich selbst habe eine Kuhmilchallergie, mein Sohn hat seit 2 Jahren neben einer seltenen Stoffwechselerkrankung auch einen Reizdarm und eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz und die Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Familie war anfangs eine ziemliche Herausforderung, obwohl ich vom Fach bin. Die Umsetzung in die Praxis und der Alltag mit diesen Herausforderungen führten zu dieser klaren Spezialisierung.