Reizdarm

Die Darmerkrankung kann den oberen Verdauungstrakt, Dickdarm oder Dünndarm betreffen. Bei der Diagnosestellung können via H2-Atemtest Fructoseintoleranz und Laktoseintoleranz ausgeschlossen werden und via Darmspiegelung Morbus Crohn sowie Colitis ulcerosa. Erst wenn alle möglichen anderen Darmerkrankungen ausgeschlossen wurden, kann das Reizdarmsyndrom als solches diagnostiziert werden.

50 % aller Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden haben ein Reizdarmsyndrom, wobei Frauen doppelt so oft betroffen sind wie Männer. Insgesamt klagt jeder 5. Österreicher über reizdarmartige Symptome. Die Ursachen des Reizdarmsyndroms sind noch nicht endgültig geklärt. Grund könnte eine Störung bestimmter körpereigener Botenstoffe (u.a. Serotonin) sein, oft liegt eine erhöhte Empfindlichkeit Magen-Darm-Traktes vor.

Die folgenden 4 Typen des Reizdarmsyndroms sind bekannt:

Blähtyp (Distension):
Dem Blähtyp liegt eine Veränderung der Darmbeweglichkeit (Motilität) zugrunde – Ist die Peristaltik verlangsamt, werden auch Gase langsamer abtransportiert. Das fördert die Entstehung von Blähungen.

Diarrhoetyp:
Mehr als 3 Stuhlgänge am Tag, breiiger oder flüssiger Stuhl, Stuhldrang und erhöhtes Stuhlvolumen sind die Symptome.

Obstipationstyp:
Weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche, harter oder schafskotartiger Stuhl sowiegroße Anstrengung während des Entleerens kennzeichnen diesen Typ.

Schmerztyp:
Der Schmerztyp empfindet den normalen Verdauungsvorgang bereits als schmerzhaft.

Diagnose des Reizdarms
Die Diagnosestellung bei Reizdarmsyndrom ist langwierig und muss erst eine Reihe anderer Krankheiten ausschließen. Dem Gastroenterologen stehen neben dem Abtasten des Bauches und dem Abhören von Darmgeräuschen mit dem Stethoskop verschiedene Untersuchungen zur Verfügung. Mit einem Wasserstoffatemtest können Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie eine Laktose- oder Fructoseintoleranz ausgeschlossen werden.

Therapie des Reizdarms
Ein Ernährungstagebuch, in dem Sie Ihr Essverhalten auflisten und andere Einflüsse, die auf Sie einwirken (z.B. Stress in der Arbeit), kann wertvolle Informationen zur Therapie beisteuern. Sie können so lernen, was Sie vermeiden sollen, oder was die Symptome Ihres Reizdarms verbessern kann.

Diätetische Maßnahmen
Aufgrund des Beschwerdeprotokolls werden dann die verschiedenen Auslöser entlarvt. Wenn auch beschwerdeauslösende Speisen in kleinen Mengen und über den Tag verteilt gegessen werden, sind sie besser verträglich. Für jeden individuell wird daher für eine optimale Dauerernährung ein Lebensmittelrotationssystem erstellt.

Reizdarm-Diätbausatz:
5 x 30 Minuten in der Diätpraxis, Analysen, Rezepte, Maßnahmenkatalog, wenn es trotzdem zwickt, etc.
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