Grillen

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Die Temperaturen sind nun in diesem Sommer mal endlich heiß, Gärten, Terrassen verwandeln sich in Freiluftküchen – die Grillerei hat wieder Saison. Soziale Kontakte sind in Covid19-Zeiten im Freien auch sicherer und außerdem:

Grillen entspannt!

Grillen in geselliger Runde bereitet den meisten Spaß, entweder werden Verwandte eingeladen oder ein paar Freunde. Gemeinsam wird gegrillt und man genießt einige entspannende Stunden zusammen. Beim Grillen werden die Urinstinkte bei den Männern geweckt, haben sie normalerweise mit der Zubereitung von Speisen nicht viel im Sinn, so lassen sie sich das Grillen jedoch nicht streitig machen. Der Mann am Grill entdeckt den Urernährer der Familie in sich und bindet sich eine Schürze um. Natürlich kommt es auch einmal zu kleineren Meinungsverschiedenheiten, welche nun die beste Grillmethode ist. Allerdings sind diese schnell geklärt, wenn das erste Grillgut perfekt gegart den Grill verlässt und auf den Teller gelangt. 

Damit Grillen nicht nur eine nette Freizeitbeschäftigung ist, sondern auch gesund ist, bedarf es ein paar Regeln zu beachten. 

Fladenbrot, Gegrilltes Gemüse und ein Dipp – so schmeckt der Sommer!

Vermeide tropfendes Fett!  

Das Steak liegt auf dem Grill, wird heiß, Fett tropft auf die glühende Grillkohle. Es zischt, Rauch steigt auf und gelangt an die Oberfläche des Fleisches. Chemikalien, und zwar gefährliche wie Benzpyren, sind im Rauch enthalten – 5,8 bis 8 Mikrogramm pro Kilo Grillgut. Hättest du gedacht, dass dies dem Qualm entspricht von gut 600 Zigaretten.

Vermeide krebserregende Stoffe! 

Manch ein selbsternannter Grillexperte tropft Bier auf Fleisch und Wurst, um ein gutes Aroma und eine besonders knusprige Kruste zu bekommen, und gerade in dieser Kruste stecken dann die krebserregenden Stoffe. Dabei qualmt es besonders heftig, so dass auch die Nachbarn mit dem Rauch ihre Portion Chemikalien abbekommen.

Das, was beim Grillen so gut riecht, ist in Wirklichkeit eine chemische Reaktion, die sich im Tierversuch als krebserregend herausgestellt hat. Neben den Benzpyrenen entstehen noch polyzyklische Kohlenwasserstoffe, die sich dann bilden, wenn organische Stoffe wie Holz, Papier und Öl unvollständig verbrennen. Als krebserregend gelten auch die Nitrosamine, die beim Grillen von gepökeltem Fleisch oder Würsten aus dem im Pökelsalz enthaltenen Nitrit entstehen.

Auf Holzkohle grillen mit Alufolie

Benzpyrene und polyzyklische Kohlenwasserstoffe kommen konzentriert ebenso in gegrilltem Gemüse wie im Fleisch vor und deshalb sollte grundsätzlich eine Alufolie auf dem Rost liegen. Wer den Rost mit Alufolie abdeckt bzw. das Grillgut in eine spezielle Schale aus Aluminium legt, grillt so ganz unbesorgt, allerdings gepökeltes Fleisch sollte überhaupt nicht gegrillt werden.

Das richtige Fett

Beliebt und schmackhaft sind Marinaden, in die das Fleisch oder Gemüse eingelegt wird. Mageres Geflügelfleisch etwa wird schnell trocken, daher bestreicht man es gerne mit Fett. Aber nicht jedes eigentlich gesunde Salatöl ist geeignet. Maiskeimöl zum Beispiel, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist, verträgt die hohen Grilltemperaturen nicht – es oxidiert, dabei entsteht wieder starker Rauch. Das Gleiche gilt für Butter und Margarine. Erdnuss- oder Olivenöl oder auch Mischöle hingegen halten die hohen Temperaturen aus.

Mariniertes Fleisch und Gemüse

Für eine leckere Marinade auf Olivenölbasis braucht man frische Kräuter wie Oregano, Thymian und Basilikum  dazu Pfeffer, Salz und Senf und eine zerdrückte Knoblauchzehe. Darin mariniert man das Grillgut und lässt es vor dem Grillen gut abtropfen. Es eignet sich für Gemüse und Schafkäse genausogut wie für Fleisch:

 
Die ultimative Grillmarinade:

  • 1 TL Ras el hanout
  • 1TL Tepanyakisoße
  • 1 TL Gyros-Gewürzmischung
  • 1 EL Olivenöl

Alle Zutaten gut vermischen; Grillgut damit marinieren; passt auch für Tofu-und Gemüsespieße!

Eine tolle Soße zu Gegrillten: Melonenrelish

Melonen liefern sie viel Beta-Carotin und Lycopin, die als Radikalfänger fungieren und sind wirklich flüssigkeitsreich. Freie Radikale, die zum Beispiel durch viel Sonne entstehen, haben so keine Chance. Die Würzung ist außerdem so angelegt, dass diese den Kreislauf und die Verdauung anregt.

für 6 Portionen 

  • 1 Stück Ingwerwurzel, 1 Biozitrone oder Limette, 2 EL Reissirup, 1 EL 7Kräuteressig, 500 g Melone, etwas Salz, etwas Olivenöl für den Grill, 3 Frühlingszwiebeln und 4 Stiele Koriander;

Zubereitung:

Ingwer schälen und fein hacken. Zitrone oder Limette auspressen. Reissirup in einem Topf aufkochen, Essig einrühren. Ingwer, (wer es verträgt: etwas Chili) und 2 EL Zitronensaft in den Topf geben und 1 Minute kochen, vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen. Melone schälen, längs halbieren und mit einem Löffel entkernen. Fruchtfleisch in 5 mm dicke Spalten schneiden, leicht salzen und anschließend mit Küchenpapier abtupfen. Die Spalten in einer leicht geölten Grillpfanne oder auf einem heißen geölten Grill von beiden Seiten etwa 45 Sekunden kräftig grillen. Abkühlen lassen und in kleine Würfel schneiden. Die Melonenwürfel in den abgekühlten Sud geben. Frühlingszwiebeln  putzen, waschen, in sehr feine Scheiben schneiden. Koriander waschen, trockenschütteln, Blätter abzupfen und fein schneiden. Beides zum Relish geben, mit Salz und etwas Pfeffer würzen, vor dem Servieren mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Entspannte Grillstunden! 

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