Fruchtzucker in Lebensmitteln?

Gerne verwendet man den Slogan: Die Dosis macht das Gift. Die Menge an Kohlenhydraten ist entscheidend, darauf zielen auch die Studienergebnisse des amerikanischen „Institute of Medicine der National Academies“ und dieses geht von einem notwendigen Tagesbedarf von ca. 130 Gramm Kohlenhydraten aus – die Österreichische Gesellschaft für Ernährung regelt die Empfehlungen mittels Ernährungspyramide und gibt folgende Empfehlung heraus: So heißt es, dass 50 % der täglichen Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten zugeführt werden sollten. „Diese Menge soll aber hauptsächlich aus langkettigen Kohlenhydraten bestehen, also vor allem Stärke, die sich hauptsächlich in Getreideprodukten und Kartoffeln findet. Nach Empfehlung der WHO dürfen maximal 10 % des Gesamtenergiebedarfs Saccharose, zugesetzte Zuckerarten oder Honig ausmachen. Das entspricht ungefähr einer Menge von 50 g/d in Form von zugesetzten Zuckerarten und Süßmitteln.“

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Das Alarmierende ist, dass die benötigte Menge an Kohlenhydraten von den meisten Konsumenten um mindestens 50 Prozent überschritten wird und der Anteil von Zucker daran nochmals viel zu hoch ist.

Darüber hinaus nimmt der Anteil an Fruchtzucker in unserer Ernährung zu.

Im Gegensatz zum Traubenzucker, der für die Energiegewinnung in den Zellen benötigt wird, ist der Körper auf die Zufuhr von Fruktose nicht angewiesen. Die Aufnahme vom Dünndarm ins Blut dauert sehr lang. Der Abbau normaler Fruktosemengen, wie sie in Obst und Gemüse enthalten sind, bereitet dem Körper keine Probleme. Steigt der Fruktoseverzehr durch Zusatz in Produkten, drohen gesundheitliche Risiken wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber und sogar Leberkrebs.
Sehr bedenklich ist auch, dass Fruktose kein Sättigungsgefühl im Körper auslöst. Beim Verzehr von Fruktose wird die Signalübertragung, die das Sättigungsgefühl auslösen sollte, jedoch unterbunden – das Sättigungsgefühl bleibt aus.
Seit 1. Oktober gilt die EU-Zuckermarktverordnung nicht mehr – die Folge ist ein Fruktoseanstieg in den Produkten!!!

Mit dem Auslaufen der EU-Zuckermarktordnung kann nun auch industriell hergestellte Fruktose in Form eines hochkonzentrierten Fruktose-Glukose-Sirups ab dem 1. Oktober 2017 eingesetzt werden. Vielleicht ist Ihnen die Isoglukose schon ein Begriff, das ist ein Zuckergemisch aus Weizenstärke und Maisstärke, welches hauptsächlich Fruktose enthält.
Im Vergleich zum herkömmlichen Haushaltszucker ist Isoglukose viel günstiger herzustellen. Dazu kommt, dass es auch mehr süßt und viele denken, das ist toll, denn um den gleichen Süßgeschmack zu erzielen muss man weniger nehmen – also man isst so weniger Zucker und die Forderung von sämtlichen Gesundheitsorganisationen scheint erfüllt. Fruchtzucker klingt aber nur harmlos, entpuppt sich im Körper aber als ein richtiger Bösewicht!

Fruktosezusatz


In folgenden Produkten wurde ich beim letzten Supermarktbesuch fündig:
Getränke: Ovomaltine, Römerquele Emotion, Yo Fruchtsirup, Mautner Markhof Fruchtsirup, Clever Hollunderblütensirup,
Frühstückszerialien: Fitness Vollkornflakes, Cini Mini und Cini Mini Crunchy, Shreddies, Clusters Mandel,
Soßen: Kühne Cocktai Sauce, Felix Süß Saure Soße,
Süßes: Eskimo Iglo Cremissimo Eis, Leibnitz Butterkekse, Oreo, Manner Lebkuchen Brezel, Dragee Kekse, Bahlsen Nussdessert, Striezel: Butterzopf, Ölz Nuss-Schnecke, Kuchenmeister Tortenboden, Mamorkuchen, Hanauer Mozarttorte

Finden Sie Fruchtzuckerzusätze in einem Produkt, freut es mich, wenn Sie mich das wissen lassen, um die Liste weiterzuführen. Für die Fruchtzuckerunverträglichkeit bedeutet das auch, dass diese Personen sich noch mehr einschränken oder auf diese Produkte verzichten müssen, für Gesundheitsbewusste bedeutet es, das Kleingedruckte zu studieren!

Am Beispiel eines Getränkes:
Römerquelle Emotion:Natürliches Mineralwasser, Fruchtzucker, Apfelsaft aus Apfelsaftkonzentrat (1,8%), Ribiselsaft aus Ribiselsaftkonzentrat (0,2%), Kohlensäure, Säuerungsmittel Zitronensäure, natürliches Aroma.
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