Alles Zucker?


Gerade Studien zum Thema Zucker sind davon abhängig, wer sie erstellt hat. Tatsache ist, dass wir zu viel Zucker essen.

Wissenschaftler halten sich an die Bewertungen der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA. Behalten Sie aber im Hinterkopf:

Die Zuckerindustrie will ihre Produkte verkaufen und muss mit Weltmarktpreisen mithalten. So ist der österreichische Nahrungsmittelkonzern Agrana zu 50 Prozent an der ungarischen Maisstärke- und Isoglukosefabrik Hungrana beteiligt, dem größten Isoglukoseproduzenten Europas. Die Lebensmittelhersteller wiederum wollen möglichst günstig produzieren. Da führt an der Isoglukose kein Weg vorbei. Untersuchen Sie doch mal die Nährtwerttabellen von den nun angebotenen Lebkuchen – sie werden Augen machen!

Wer Zucker überhaupt vermeiden will, braucht beim Einkaufen viel Zeit und wahrscheinlich eine Lupe. Glukose, Fruktose, Saccharose, Dextrose, Milchzucker, Laktose – das alles ist Zucker, denn es gibt mehr als 70 verschiedene Bezeichnungen für Zucker. Steht Zucker auf der Zutatenliste eines Produktes an erster Stelle, ist davon auch am meisten drinnen. Viele Hersteller geben dabei die unterschiedlichen Zuckerarten einzeln an, das ist ganz schön clever, denn so entsteht der Eindruck, das Produkt enthalte weniger Zucker. Erst wenn man alle Zuckerarten zusammenrechnen würde, käme man auf den tatsächlichen Gehalt.

Sechs Teelöffel Zucker am Tag genug! In Gramm ausgedrückt 24g – Das klingt zunächst viel, aber wer schon mal ein Ernährungsprotokoll berechnet hat, merkt rasch, das ist sehr rasch verbraucht. Soviel steckt zum Beispiel in einem 150 g Becher fettreduzierten Fruchtjoghurt!!!

Übrigens die Angaben über den Zuckergehalt enthält auch die Nährwerttabelle auf der Verpackung. Dort steht, wieviel Kohlenhydrate 100 Gramm oder 100 Milliliter enthalten und wieviel davon Zucker ist.

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